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SÜDKURIER,
ÜBERLINGEN, DEUTSCHLAND
PUNKTLANDUNG
NACH NOTEN
Der
international renommierte norwegische
Organist Svein Amund Skara war Gast im Überlinger
Orgelsommer. Ein Künstler, der die
Komponisten sprechen lässt und sich als
Vermittler sieht.
Der
international renommierte norwegische
Organist Svein Amund Skara war Gast im Überlinger
Orgelsommer. Ein Künstler, der die
Komponisten sprechen lässt und sich als
Vermittler sieht.
Man
kennt ihn, diesen 1960 geborenen Musiker,
der 1984 als Pianist debütierte und fünf
Jahre danach als Organist. Svein Amund
Skara, der Norweger, konzertierte unter
anderem in Schweden, Dänemark, Österreich,
Deutschland, Frankreich, Lettland,
Schottland, England, in der Schweiz und in
den USA. Am Bodensee war er, als er im
Konstanzer Münster spielte. Eine besondere
Ehre wurde ihm zuteil, als er in der
Cathedrale Notre Dame de Paris seine künstlerische
Visitenkarte abgab. Nun war er in Überlingen
im Münster St. Nikolaus zu erleben,
innerhalb des Orgelsommers 2009. Von einer
Punktlandung möchte man sprechen, wie Svein
Amund Skara Werke des Barock, der Romantik
und der Jetztzeit umsetzte. Das soll heißen,
daß er in strenger Objektivität der
Klanglichkeit den Vorrang einräumte. Svein
Amund Skara läßt die Komponisten sprechen,
während er sich selbst als Vermittler zu
den Urhebern der Werke sieht. So war der
Eindruck. Den vermittelte er eingangs auf
der Marienorgel, auf ihr ging Svein Amund
Skara Bachs Werk 547 an. Das 88 Takte
umfassende Präludium im Portato-Anschlag.
Das neun-achtel Zeitmaß zwar bewegt, aber
ohne Hast, die Akkorde auf das Schluß-Unisono
vorbereitend.
In
crescendierender Registrierung zielte die
Darstellung der Fuge auf den Eintritt des
Pedals. Wirkungsvoll der pointierte Einsatz
des Orgelpunktes. Bachs Präludium und Fuge
A-Dur, BWV 536, gleicht mit einer Spieldauer
von sieben Minuten einer Momentaufnahme. Für
den Beginn des Präludiums benutzte Svein
Amund Skara das Flöten-Register. Gleichsam
ausgeleuchtet, und von dorther
nachvollziehbar, lief die Fuge ab.
Bach
fand musikgeschichtlich seinen indirekten
Fortgang mit Mendelssohns Präludium und
Fuge c-Moll, op.37/1. Organist Skara jetzt
auf der Emporen-Orgel. Ausgehend von dem
energiegeladenen Oktav-Sprung wird
signalisiert, daß hier, im Präludium,
klassische Romantik im Spiel ist. In der
Fuge entsprach der Organist dem allgemeinen
Verständnis, daß Mendelssohn ein
Mitspracherecht eingeräumt hat.
Anders
verhält es sich in der Sonate d-Moll, op.
65/6 von Mendelssohn. Ausgangspunkt ist der
Choral “Vater unser im Himmelreich” in
seinen Variationen. Mit Bedacht dürfte
Svein Amund Skara für die Fuge das Thema
aus dem Choral hervorgehoben haben. Auch
hier wieder Skaras Anliegen, objektive Einhörbarkeit
in den Vordergrund zu stellen. Mit den
nachfolgenden Werken wurden den Besuchern
Komponisten vorgestellt, die hierzulande
kaum bekannt sind. So die Partita über den
mehrteiligen Choral “Liebe Christliche
Gemeinde” von Kjell Mörk Karlsen (geb.
1947), die Partita über den Choral
“Wachet auf!” von Sigmund Jarle Stai
(1930 bis 2001) und die Variationen über
den Choral “Es ist schwer, die ewige Liebe
zu erreichen” von Ludvig Nielsen (1906 bis
1976), der über die abgewandelte
Grundmelodie zu großen Klangblöcken im
ForteFortissimo in eine spätromantische Ära
vorstößt.
Und
zum Ausgang des dritten Konzertes des Überlinger
Orgelsommers 2009 gab es die hinreichend
bekannte Sonate D-Dur, op. 65/5 von
Mendelssohn, mit der Svein Amund Skara im
Allegro maestoso den dankbaren Beifall der
Besucher entlockte. Als Zugabe bedankte sich
der Gast aus Norwegen mit der Toccata über
ein Thema von Haydn.
SÜDKURIER,
KONSTANZ, DEUTSCHLAND
SVEIN
AMUND SKARA ZELEBRIERT MENDELSSOHN
Welch
wichtige Stellung Felix
Mendelssohn-Bartholdy als Komponist von
Orgelmusik zwischen Barock und Spätromantik
einnahm, ließ sich beim Konzert von Svein
Amund Skara zum Abschluss der
Internationalen Orgelkonzerte erkennen.
Das
Programm rechtfertigte den Namen „Internationale
Orgelkonzerte“, denn es führte von London
über Paris und Leipzig bis nach Prag, von
Venedig über Wien bis nach Oslo. Von dort
kam der Solist der drei klangfestlichen
Schlussveranstaltungen.
Der
norwegische Organist Svein Amund Skara hat
einen guten Draht von Oslo nach Konstanz.
Vor einem Jahr war er Gast für neun
Konzerte auf der Klais-Orgel des Münsters,
in diesem Jahre musizierte er die drei
Final- und Festmusiken der Internationalen
Orgelkonzerte. Er ist ein Bravour-Organist,
der das Publikum mit allen Künsten von den
still-frommen Melodien über das motorische
Toccatenspiel bis zur machtvollen Fugenengführung
zu fesseln und, dem Applaus nach, zu
begeistern vermag.
Die
drei Schluss-Konzerte ehrten Mendelssohn mit
den neun Hauptwerken seiner insgesamt 19
Orgelkompositionen, den Präludien mit Fugen
op. 37 und allen sechs Sonaten op. 65. Was
der Solist aus diesen Werken
Klangwirklichkeit werden ließ, war von
ungeheurer Vielfalt und stilistischer Weite,
denn da vernahm man vom erbaulichen Legato
bis zur dramatischen Etüde, von der fast
bombastisch orchestrierten Fuge bis zum
streng akkordischen Choral das, was
Mendelssohns gewaltiges Erbe ausmacht:
Romantische Verwandlung barocker und
klassischer Satzkünste, aber auch
Klangerfindungen und Spieltechniken, die in
die tonkünstlerische Zukunft führten. Wer
die drei Konzerte erlebte, hörte vor allem
in den Sonaten Bachsche Kontrapunktik,
Beethovensche Formenvielfalt, aber –
gelobt sei Skaras Klang-Regietheater auf der
Orgelbank! – über jede historische
Erinnerung hinweg einen spannend
inszenierten, unverwechselbaren Mendelssohn.
Diese
aus- und durchmusizierte Spannung von
Historismus und Erneuerung ließe sich durch
alle sechs Präludien-Fugen-Sätze und alle
19 Sonaten-Partien (Spielzeit: 99 Minuten)
verfolgen. Beispiele mögen als Andeutungen
genügen.
Die
erste Sonate setzte mit vollen Akkorden ein
– man glaubte, Mendelssohn wage eine
Bruckner-Prophetie. Dann aber kam ein Adagio
im biedermeierlichen Lyrik-Ton: Lied ohne
Worte für Orgel. Da hatte man in zwei Sätzen
den Sinfoniker und die hausmusikalischen
Poeten der Romantik. Aber Skara ließ es
nicht bei diesem Gegensatz. Es kam ein ins
Dramatische effektvoll hineinregistriertes
Rezitativ und ein Allegro-Finale mit
Lisztscher Lauf- und Arpeggienvirtuosität.
Derlei Finger- und Fußakrobatik wurde im
Allegro molto der sechsten Sonate noch
gesteigert, ebenso wie das Lyrisch-Sangliche
noch reicher ausgeführt im „maestoso“
der zweiten oder im „religioso“-Satz der
dritten Sonate. Großbürgerliche
Festlichkeit erschien im A-Dur-Fortissimo
der dritten Sonate: Hochzeitsmusik für
Schwester Fanny, aber mit fast unheimlichem
Mittelstück. Mendelssohn war keineswegs der
nur elegante und glatte, er war auch ein
Romantiker mit allen Fantasie-Gefahren. Wie
aus dem Allegretto aus Nr. 4 ein Duett mit
zarten Sechzehntel-Ornamenten wurde, wie die
„Vater-unser“-Variationen im Finale zu
einer Doppelfuge führten, die Bach und
Mendelssohn in eine große Klanggemeinschaft
führten, das ergab eine mächtige
Mendelssohn-Ehrung. Wenn bei den Zugaben die
Effekt-Toccata aus Widors fünfter
Orgelsinfonie zweimal durchstürmt wurde,
dann hörte man: Auch zu solchem Manual- und
Pedalzauber hat der große Felix die ersten
Erfindungen bereitgestellt.
Vor
Mendelssohn erlebte man – wie es sich bei
dieser Historien-Erinnerung geziemt –
Bach. Da suchte der Organist allerlei
Besonderheiten der Interpretation. Ob das
Rubato und Themenstaccato im C-Dur Präludium
(BWV 547) nicht etwas zu verspielt, ob die
dicke Orchester-Registrierung der dorischen
Fuge nicht zu spätromantisch, mehr pompös
als linienklar, ob die A-Dur-Dreiklänge
nicht zu niedlich hingetupft wirkten,
insgesamt führte der Solist mit sicheren
Griffen und Lust am sinnlichen Klangspiel
das Barocke über Mendelssohn hinaus zu uns.
Dazwischen verneigte sich der Klangspieler
vor norwegischen Tonsetzern des 20.
Jahrhunderts: Sigmund J. Stai, Kjell Mörk
Karlsen, Ludvig Nielsen. Es war ein starkes
Endspiel dieser drei Internationalen
Orgelkonzerte bis zum rasanten Fortissimo.
Mit vergleichbarer Stärke dankte Beifall
aus gut besetztem Mittelschiff.
SAARBRÜCKER
ZEITUNG, DEUTSCHLAND
FACETTENREICHES ORGELSOLO IN DER BASILIKA
Norweger Svein Amund Skara brillierte mit
vielfältigem Repertoire
Einen breiten Bogen spannte der norwegische
Solist Skara beim dritten Konzert der Reihe
Orgelabendmusik in der St. Wendeler
Basilika. Er interpretierte Bach ebenso
gekonnt wie zeitgenössische skandinavische
Musik.
Die nunmehr dritte Folge der diesjährigen
Orgelabendmusik in der Basilika gestaltete
der norwegische Solist Svein Amund Skara und
gab ein facettenreiches Bild seines
interessanten Repertoires und seiner
interpretatorischen Fähigkeiten: Johann
Sebastian Bach und der deutschen Romantik
erwies er seine Reverenz, würdigte
skandinavische Autoren des 20. Jahrhunderts
und brillierte letztlich mit französischer
Sinfonik.
Fast kammermusikalisch transparent und zurückgenommen
begann er mit Bachs Toccata, Adagio und Fuge
in C-Dur: viel Feinstagogik in der Toccata,
ein sehr lyrisch verklingendes Adagio und
eine schier endlos pulsierende Fuge waren
charakteristisch für seine Auffassung des
Werkes, dem er als scharfen Gegensatz die
Introduction und Passacaglia des 1915 in
Oslo geborenen Knut Nystedt folgen ließ,
eine umfängliche Komposition von herber
Kraft und Monumentalität. Nystedts Lehrer
war Arild Sandvold, dessen bravouröse
"Toccata über ein Thema von Haydn"
hinwieder eher französischen Stil atmete.
Martin Luthers Choral "Vater unser im
Himmelreich" ist Grundlage von Felix
Mendelssohn Bartholdys Sonate in d-Moll.
Skara spielte die langsamen Variationen -
sehr schön die dritte! - feinsinnig
inspiriert, um dann im schnellen Teil auf
hohe Virtuosität zu setzen. Das unmittelbar
an die Fuge anschließende Finale war ein
eher unpathetischer Abgesang. Ganz anders,
voll spätromantischer Sentimentalität,
klang ein "Ave Maria" von Max
Reger, raffiniert gleitende Harmonik mit
Vibrato und Schwellwerk.
Das bemerkenswerteste Stück des Abends war
jedoch "Prélude et fugue sur le nom
d'Alain" von Maurice Duruflé: blühender
Impressionismus, sprudelnd, brillant, aber
auch mit einer Kantilene in der Mitte: für
den Interpreten eine in jeder Hinsicht
dankbare Aufgabe und eine gute Vorbereitung
auf die Krönung seines Porträts mit der
Toccata aus der Symphonie Nummer fünf in
f-Moll von Charles-Marie Widor.
WESTDEUTSCHE
ALLGEMEINE, DEUTSCHLAND
Dabei
in einem überaus spannenden Programm gehörte
das Werk seines Landsmannes Kjell Mörk
Karlsen zu den reizvollen Entdeckungen, die
der diesjährige Orgel-Zyklus bisher bot.
Dessen Sonate "de profundis" op.
143 war nicht nur wegen ihrer riesigen Ausmaße
(Spieldauer fast eine halbe Stunde) der
zentrale Beitrag des Abends. Vor allem die
Vielseitigkeit übte eine große Faszination
aus. Die nicht immer einfachen Strukturen
der Sonate - angefangen von den
improvisatorisch geprägten Elementen im
ersten bis hin zu den toccatenartigen
Passagen im Schlusssatz – vermittelte
Skara höchst plausibel.
Umso
wirkungsvoller gestaltete Skara das
bombastische Finale. An die Qualitäten von
Karlsens Sonate reichen die
Choral-Variationen von Ludvig Nielsen
freilich nicht heran. Dennoch boten auch die
einen interessanten Einblick in die
musikalische Tradition Norwegens.
Zwei
Standardwerke der Orgelliteratur bildeten
den Rahmen des Konzerts. Bachs Passacaglia
C-Moll präsentierte Skara zunächst als ein
Stück für Feinschmecker. Auf die ganz großen
Effekte verzichtete der Norweger zugunsten
einer eher dezenten und manchmal durchaus überraschenden
Registrierung. Genau in die andere Richtung
bewegte sich Skara am Ende. Lautstarke Klänge
und kraftvolle Zungenregister im Bass überwogen
in Liszts Präludium und Fuge über B-A-C-H.
Komplettiert
wurde das Programm mit einer reizvollen
Transkription: Mozarts Adagio und Fuge
C-Moll in einer Fassung von Jean Guillou.
Viel Beifall gab es am Ende.
SÜDKURIER,
KONSTANZ, DEUTSCHLAND
MUSIK VON UND ÜBER BACH
Über den Namen B-A-C-H: von den beiden Orgelgroßwerken Liszts und Regers hatte sich Skara für den älteren Liszt entschieden, der ihm als versiertem Pianisten auf den Leib geschrieben schien: virtuoses Klavierlöwentum, grundiert und erweitert von der mächtigen, posaunenschallenden Pedalstimme, losbrechende Lauf- und Akkordkaskaden, geheimnisvoll klingende Intermedien, immer präsentes 4-Ton-Thema in immer neuen Gestalten und pompösen Klangaufbauten: dem Giganten Bach in seinen vier Namenstönen gewidmetes Präludium mit Fuge, großartiges Finale des insgesamt mollschweren Orgelabends.
Doch außer Bach-Mozart-Liszt hatte der Norweger Skara auch Werke aus seiner Heimat
mitgebracht: Kjell Mörk Karlsens Sonate "De profundis" breitet in über 25 Minuten und vier Sätzen düstere Motive aus, setzt über Dauerliegetönen Cluster neben Cluster ("Tontrauben" als dissonante Tonansammlungen), lässt meditative Fernklänge flirren, gipfelt in Widor-Art in virtuoser Toccata, wo der Choral "Aus tiefer Not" aufscheint: exzessive Sprache des 20.Jahrhunderts, dissonant bis in den Schlussakkord hinein, der wohl alle Töne der g-Moll-Tonleiter auf einmal umfasst. Ganz anders die Variationen über einen norwegischen Choral von Ludvig Nielsen, auch aus dem 20. Jahrhundert, aber in der Sprache sauber gearbeiteter Barockmusik. Skara ließ freundliche Bicinien und Trios spielerisch tändeln, fädelte das volkstümlich-melodische Thema in seinen vielen Imitationen, Augmentationen
(Verlängerungen) und Umkehrungen so anschaulich auf, als habe Nielsen noch eine "Kunst der Fuge" schreiben wollen, wo selbst die krönende Verknüpfung von Thema und Umkehrung nicht fehlten, womit sich Bach doch irgendwie durch den ganzen Abend zog. Das war kluges Programmkonzept, von den Zuhörern lange beklatscht.
KÖLNISCHE
RUNDSCHAU, DEUTSCHLAND
DIE EDLE ORGEL
DURCHSCHAUT
Als
Meister des brillanten Orgelspiels empfahl
sich am Sonntag an der historischen
Königorgel in Steinfeldt der Norweger Svein
Amund Skara.
....Da
braucht es viel Feingefühl, um in einer
meist nur kurzen Phase des Kennenlernens
dieses fantastische Instrument zu
durchschauen, seine Vorzüge zu erkennen und
voll auszuspielen.
Gerne
wird die Königorgel von den Gastorganisten
so gespielt, dass der Kirchenraum wie eine
gigantische, imposante Tonmasse wirkt. Doch
was wirklich in dieser Orgel steckt, die
einzelnen Finessen und Feinheiten, die sie
zu bieten hat, das präsentiert der, der sie
durchschaut hat und fähig ist, massvoll und
vorsichtig mit ihr umzugehen. Am Sonntag
hatte so jemand auf der Orgelbank Platz
genommen.
Schon
beim ersten Stück, Präludium und Fuge in
e-moll von J. S. Bach, bewies der
norwegische Organist und Pianist Svein Amund
Skara, dass er ein wirklich eleganter
Musiker ist und kein verkappter
Klaviatur-Leistungssportler, der die Musik
als Höchstleistung im Hinblick auf
Klangmasse und Tempo ansieht. Mit tollem
Tempo, das grosse Klarheit und
Durchsichtigkeit des musikalischen
Geschehens im Kirchenraum zuliess, ging
Skara zu Werke.
SÜDKURIER,
KONSTANZ, DEUTSCHLAND
.....ein
an Spannungen reiches und an Begegnungen
erlebnisstarkes Konzert..... dass die
Virtuosität des Manual- und Pedalspiels
sich nie in ornamentale Effekte auflöste,
sondern der thematischen Begründung
verpflichtet blieb, wenn ein Ausflug ins
Bravouröse oder Skalen-Fingerfertige
unternommen wurde. Solche Strenge, dabei
sinnliche Vielfalt des Spiels schien von den
Werken vorgeschrieben......Grossartig an der
Wiedergabe des komplexen Stückes (Carl
Nielsens Commotio) war es, wie in aller
Zerstückelung des Ausdrucks immer wieder
Halt gesucht wurde an festeren Formen:
Choralzeilen von sicherem Klang und
verunsichernden Harmonien, dreimaliger
Versuch, eine Fuge zu formen - am Ende
gelang es bis zu erlösendem Dur-Fortissimo.
....Regers
Fantasie und Fuge d-moll Opus 135 b......am
Ende eine Engführung mit höchster
Deutlichkeit aller Gedanken, Spielkünste,
und Vollwerk-Lautstärke der mächtigen
Orgel.
WESTFALEN-BLATT,
DEUTSCHLAND
Den
Abschluss bildete Johann Sebastian Bachs Präludium
und Fuge D-dur. Diese Komposition ging der
Gast aus dem hohen Norden mit soviel Verve
an, dass man glauben mochte, die Orgel müssete
eine musikalische Eruption
verkraften..........Svein Amund Skara
spielte seine ganze Klasse, sein virtuoses Können
aus. Damit begeisterte er die Zuhörer. Es
gab entsprechend herzlichen, verdienten
Beifall.
AFTENPOSTEN, OSLO, NORWEGEN
Brahms-Variationen aus der
Düsseldorf-Periode des Komponisten stellen
grosse Forderungen an formlicher Fähigkeit
und Klarierung der kontrapunktischen
Details. Svein Amund Skara hat seine
Aufgaben auf solide und überzeugende Weise
gelöst, und mit seinen enormen technischen
Resourcen erledigte er Debussys Farbenreiche
und virtuose "L`isle joyeuse" spielend und
unbeschwert. "Vingt Regards sur
l`Enfant-Jesus" aus 1944 von Messiaen, ist
ein sehr kompliziertes Werk sowohl rythmisch
als auch klanglich und formlich, aber Skara
erledigte das Werk mit seiner Sicherheit und
Souveränität, was den grössten Respekt
beansprucht. Eine imponierende Leistung.
Skara demonstrierte, dass er eine Begabung
mit aussergewöhnlichen Möglichkeiten hat.
ADRESSE-AVISEN, TRONDHEIM,
NORWEGEN
Als Ende des
Konzertes spielte Svein Amund Skara die
Ballade in g-moll von Edvard Grieg. Viele
grosse Pianisten haben nicht ihre
Gelegenheit mit ihren instrumentalen
Fertigkeiten in diesem Werk zu brillieren,
neglischiert. Dies machte auch der Pianist
des Abends. Aber Skara zeigte uns auch
Grieg, wie wir ihm in seiner tiefsuchenden
Tonensprache zu "Den Saerde" von Vinje
begegnen.
ALFELDER ZEITUNG, DEUTSCHLAND
Norwegens
Landschaft brachte auch der ausgezeichnete
Pianist Svein Amund Skara zum Klingen,
natürlich hätte er dafür keinen besseren
Komponisten finden können als Edvard Grieg.
Besonders im 4. Satz aus dessen e-moll
Sonate op. 7 glänzte der Solist durch
Ausdruckskraft und virtuose Technik.
AUS DER BEWERTUNG DER
DIPLOMPRÜFUNG IN KLAVIER-KAMMERMUSIK
Svein Amund Skaras Spiel ist
durch einen hohen Standard und eine sehr
disziplinierte, professionelle Haltung
gekennzeichnet. Er bewies eine gute
technische Schulung und ein ausgeprägtes
Gefühl für Klangfarben. Außerdem hat er eine
große Fähigkeit zur Formgebung und Sinn für
Balance. Vom letzten Konzert wollen wir
besonders Poulencs Sextett hervorheben, dem
eine hervorragende Interpretation zukam,
kombiniert mit Gefühlsstärke und starkem
Ausdruck. Prokofjevs Sonate hätte eventuell
von etwas größerer rhytmischer Stringenz
sein können, während die Serie der
Beethoven-Sonaten eine beeindruckende
Kapazität und Fähigkeit bewies, mit zehn
Geigern zusammen zu arbeiten, die
Studierende auf unterschiedlichem Niveau
waren. Dies verdient, als imponierende
quantitative und qualitative Vortrefflicheit
hervorgehoben zu werden. Ergebnis: Svein
Amund Skara hat die Diplomprüfung in
Klavier-Kammermusik bestanden.
AFTENPOSTEN,
OSLO, NORWEGEN
Am Sonntag Abend spielte
Svein Amund Skara Olivier Messiaens
monumentalen und gewaltigen Klavierzyklus
(„Vingt Regards sur L'Enfant-Jésus”) im
Osloer Konzerthaus. Das Werk
nimmt seine Zeit in Anspruch, und unterwegs
stößt der Pianist auf eine technische
Schwierigkeit nach der anderen. Messiaen ist
auch ein denkender Musiker. Seine Musik ist
nicht nur aus komplizierten Ton- und
Rhytmusfolgen aufgebaut. Hinter jedem
einzelnen Stück liegen starke religiöse
Erfahrungen und Sehnsüchte, in die sich der
Interpret hineinversetzen muss, um die
Gedanken und Gefühle des Komponisten in
klingende Töne umsetzen zu können. Skara hat
bereits früher seine bedeutenden technischen
Kapazitäten unter Beweis gestellt, und am
Sonntag Abend beeindruckte er dadurch, einem
Werk Leben und Form zu geben, welches den
Interpreten auf die schwersten Proben
stellt. Technisch sicher und mit
hervorragender Kontrolle über die
klanglichenWirkungsmittel gestaltete er das
intrikate Werk, das auch an die Zuhörer hohe
Anforderungen stellt.
ADRESSE-AVISEN, TRONDHEIM,
NORWEGEN
Svein Amund Skara war Solist
unter der Aufführung von F. Chopins "Konzert
für Klavier und Orchester in f-moll", und
noch einmal hat dieser Pianist mit seiner
soliden Technik und musikalischen Qualität
gezeigt warum er unter einer des Landes
erste Pianisten ist.
THÜRINGER ALLGEMEINE,
DEUTSCHLAND
In Abänderung
des Programms brillierte im Anschluss an die
Festreden der Organist des Abends, Svein
Amund Skara, mit "Prelude et Fugue sur le
nom d'Alain". Mit überlegter Registrierung
und überlegener Technik führte Skara die
Fuge in eine gewaltige Schlussteigerung und
empfing zu Recht den begeisterten Applaus
des Publikums.
UPSALA NYA TIDNING, SCHWEDEN
Dynamisch auf der großen
Orgel... Keine Musik, die leicht zu
verstehen ist, aber elegant und dynamisch
ausgeführt. Das erste Stück des Konzerts war
Regers Fantasie über den Choral „Ein feste
Burg ist unser Gott”. Skara nützte für die
vielen Abschnitte des Stückes das ganze
Spektrum der Ressourcen der Orgel aus, das
zwischen gedämpften Abschnitten und großen
Höhepunkten hin- und herwechselt.
….Triosonate in d-moll von J. S. Bach ….. Im
unendlichen Tonstrom des prächtigen
Zwischensatzes trat die Balance zwischen den
Stimmen und der Ornamentik elegant hervor….
K. M. Karlsens Orgelpartita ... Ein
interessantes Stück, meisterlich
interpretiert …….. Die letzte Komposition
des Konzerts, Regers Symphonische Fantasie
und Fuge (Inferno), überbot sich geradezu an
malerischen Bildern wie auch an
furchteinflößenden Inferni und ruhigen
(sehnsuchtsvollen?) himmlischen Visionen.
Was die äußerst komplexe und lebendige
Fugenthematik des Werks betrifft, so
befindet es sich an der Grenze zur
Atonalität. Enorme dynamische Anforderungen
verlangten das Äußerste sowohl von der Orgel
als auch vom Organisten. Skara kam diesen
Forderungen in ihrer ganzen Fülle nach.
…daran, dass wir einen Meisterorganisten zu
hören bekamen, besteht kein Zweifel.
WESTFALEN-BLATT, DEUTSCHLAND
Den Anfang
machte die ”Introduktion und Passacaglia
h-moll” des norwegischen, romantisch and
international eingestellten Komponisten
Arild Edvin Sandvold. Svein Amund Skara gab
der Abdinghof-Orgel hier schon bei der
schnellen Einführung einen extrem weichen
Klang und arbeitete die Kontraste beim
Gegenüberstellen der langsamen und schnellen
Passagen der anrührenden, jedoch in den
extremen Harmonien auch bedrohlich wirkenden
”Passacaglia” gut heraus. In stetem,
behutsamen Steigern kamen im Mittelteil
bestens gemeisterte, kunstfertige Passagen
zu Gehör. Leif Solbergs meist ruhige und
leise ”Variationen über den Choral ”Eg veit
i himmerik ei borg” schlossen sich in
stimmlich interessanten Interpretationen
an…..Ein schönes Hörerlebnis waren die
”Variations sur un vieux Noël” des
französischen Komponisten Marcel Duprès.
Durch geschmeidiges, präzises und
kraftvolles Spiel brachte der Organist
Duprès eigene Harmonik, deren Reichtum durch
eine Fülle kontrapunktischer Kombinationen
erzeugt wird, zum Ausdruck. Beendet wurde
der Abend mit Max Regers durch wechselnde
Stimmungen lebende Fantasie über den Choral
”Wachet auf, ruft uns die Stimme”…..In den
Mittelpunkt seiner Interpretation rückte der
Organist orgelpunktartige, rhythmisierte
Halbtonschritte mit geballter
Stimmungskraft……Das norwegisch angehauchte
Orgelkonzert wurde mit anerkennendem Beifall
bedacht.
NEUE WESTFÄLISCHE PADERBORN,
DEUTSCHLAND
Das letzte
reguläre Konzert in Rahmen des Orgelsommers
in der Abdinghofkirche …..der norwegische
Organist Svein Amund Skara mit einem
Program, das interessante Begegnungen mit
der norwegischen Orgeltradition, aber auch
Werke aus der deutschen Orgelschule
brachte….Skara interpretierte in
angemessener, die Klangmöglichkeiten der
Abdinghoforgel ausschöpfender Registrierung
und technisch virtuos die traditionellen
Formen verplichtete ”Introduktion und
Passacaglia h-moll” von Arild Sandvold……In
reizvoller Registrierung bot Svein Amund
Skara die Triosonate in e-Moll von J. S.
Bach mit ihren ruhigen langsamen Sätzen
Adagio und Andante……Marcel Duprés
”Variations sur un vieux Noël”, die der
Organist mit viel Fantasie und spielerisch
einwandfrei bewäligte. Max Regers ”Fantasie
über den Choral Wachet auf, ruft uns die
Stimme” mit ihrer langen, Friedhofsruhe
suggerierenden Einleitung und schwebend
gehaltener Tonalität, bis die Choralverse
die Toten erwecken und eine mächtige Fuge
das Werk beendet, setzte des Schlusspunkt
unter Skaras anspruchsvolles Konzert.
DAVOSER ZEITUNG, DAVOS,
SCHWEIZ
Ein Finale, in
dem Svein Amund Skara sein grosses Können
und seine reichen gestalteichen
Möglichkeiten noch einmal su Gehör bringen
konnte. Die frappanten Wechsel der Tempi,
die in schneller volge veränderten Anschläge
von Legato zu Staccato und das subtile
Herausarbeiten der in die Musik verwobenen
Melodien - des alles löste helle
Begeisterung aus und bekam Ausdruck in einem
herzlichen verstehenden und warmen Applaus
der fast vollbesetzten Kirche.
LOS ANGELES TIMES, USA
Two organ works gave
Svein Amund Skara an opportunity to
demonstrate his own artistry. The more
satisfying of these was Arild Sandvold's "Introduktion
og Passacaglia", a work perhaps too long but
rich in textural, harmonic and dramatic
variety. Skara maintained fine control and
brought out contrapunctal lines with
clarity.
BLEKINGE LÄNS TIDNING,
SCHWEDEN
Als ein ausgezeichnetes
Beispiel für norwegische Orgelkunst unserer
Zeit wurde zwei Werke von K. Nystedt
gespielt. Gut und wohl balansiert.......Svein
Amund Skara zeigte, dass er eine blendende
Technik hat, was man wirklich erfordern
muss, wenn jemand die Sonate von Reubke
spielen soll.....Das Konzert erhob sich sehr
während der Aufführung der Sonate von Reubke,
besonders während des abschliessende Teils,
das brilliant und überzeugend gespielt wurde.
Skara hat den
Applaus den die Zuhörer ihm gegeben haben
gut verdient.
AFTENPOSTEN, OSLO, NORWEGEN
.........Max Regers Phantasie und Fuge über
den Namen BACH.
Hier erlebten wir gerade die
Ganzheit, die die Aufführung gekennzeichnet
hat. Der Phantasieteil enthielt ein grosses
Ausdrucksgefühl und eine Spannweite, und die
Fuge ist durch eine hervoragende Steigerung
gewachsen.
Zusätzlich konnten wir eine auffallende
virtuose Fussarbeit observieren.
ADRESSE-AVISEN, TRONDHEIM,
NORWEGEN
Koralvariationen sind nicht die spannendeste
Konzertmusik, aber die Registrierungswahlen,
die über Bachs Variationen über "Sei
gegrüsset" gemacht waren, waren gut variert
und mit einiger Nähe zum Pikantes, und via
Duruflés Preludium und Fuge, die später im
Programm gespielt wurde, wurde alles etwas
französisch. Das Spiel war ausserdem sehr
klar und die Intentionen in den Klängen und
den Bewegungen sind gut durchgekommen.
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